الرئيسية » Deutsch » Die Natur macht Mode
Photo by: Thomas Lerch

Die Natur macht Mode

Der Mythos des GOLDENEN SCHNITTES – die perfekt harmonische Gleichung – spiegelt sich in der Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Kunst, Musik und in MUTTER NATUR selbst. Moulham Obid ergriff diese Thematik für seine erste Kollektion, genannt PHI.

Als Ergebnis seines Erfolges gewann er den Austrian Fashion Talent Award 2017, verliehen vom DIVA Magazin. Obid’s phantasievolle Kreationen werden aus kostbaren Materialien hergestellt.

Ein aufwendiger Tüllmantel, der von McDonald’s als Werbung verwendet wird, fand bei Publikum und Presse viel Aufmerksamkeit. Die Anwendung der „Sectio Aurea” auf die Schnitte und deren meisterhafte Umsetzung war die wirkliche Herausforderung für den jungen Designer. Im Modekolleg der Herbstrasse erlernte er alle Regeln der Schneiderkunst und fertigte seine Kollektion in reiner Handarbeit.

2019 wird durch das Thema Gaia – Mutter Natur – sowie die Neuentwicklung der Schnitttechniken der ersten Kollektion bestimmt. Kaskaden von Tüll und Seide vollenden die feminine Vision des AFA – Start Up – Stipendiaten. Die Natur als Inspirationsquelle der formalen Brillanz findet ihren Ausdruck in Silhouette und Farben der Kollektion 2019.

Abwab hatte die Gelegenheit,in Wien ein Interview mit dem jungen Modedesigner zu führen…

Photo by: Dennis Stein

Wann hast du die Liebe für Mode für dich entdeckt?

Meine Liebe für Mode entdeckte ich bereits als Kind, als ich meine Oma beim Nähen an der Nähmaschine beobachtete. Meine Schwestern besaßen Puppen, dessen Kleidernähte ich öffnete, um herauszufinden, wie Kleider überhaupt angefertigt wurden und welche Schnittschablone benötigt wurde. Schmuckstücke faszinierten mich auch besonders, deshalb nahm ich den Schmuck meiner Schwestern und meiner Mutter auseinander, um die Perlen, die dafür verwendet wurden zu sammeln.

 Welches Konzept steckt hinter deiner ersten Kollektion “Phi”?

Das Konzept dahinter ist der goldene Schnitt. Darüber hörte ich das erste Mal während meines Kunststudiums, das ich absolvierte. Ich beschäftigte mich mehr mit dem von Leonardo Davinci angewandten goldenen Schnitt und fand heraus, dass dieser überall in der Natur zu finden war. Ich wandte das Konzept also an die Kollektion an, weshalb jedes Teil in der Kollektion nach den Regeln des goldenen Schnitts geschnitten und genäht wurde.

Photo by: Dennis Stein

Was kannst du mir etwas über deine zweite Kollektion erzählen?

die zweite Kollektion ist eine Art Fortsetzung der ersten Kollektion mit dem goldenen Schnitt und heißt “Gaia”, was so viel bedeutet wie Mutter Natur. Die Schnitte ähneln jenen der ersten Kollektion, jedoch werden sie femininer sein, weil der Fokus auf “Mutter” Natur gerichtet ist.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Aus der Natur, die der Maßstab meiner Inspiration war und immer sein wird. Wenn ich beispielsweise eine Blume sehe, dann kann  ich mich von ihr für eine Konstellation, einen Schnitt, Material und Farben inspirieren lassen.

Auf Fashionweeks wird oft Bekleidung präsentiert, die nicht alltags-tauglich ist. Was ist der Grund dafür

Das ist Absicht und soll die Aufmerksamkeit auf den Designer lenken. Der Designer will zeigen, wie kreativ er ist und, dass er über komplizierte Techniken verfügt, die ihm erlauben, diese schwierigen und auffälligen Teile zu nähen.

ehem. Sofienspital, Wien 7

Wie reagiert Österreich auf deine Designs? Wie werden sie von Österreicherinnen und Österreichern wahrgenommen?

In Österreich werden meine Designs sehr positiv wahrgenommen. Wien war ehemals wie Paris. Stars aus Hollywood haben ihre Anzüge früher hier anfertigen lassen. Die guten Schneider in Wien waren sehr beliebt und bekannt. Österreich vermisst seinen alten Ruf und freut sich über neue Designs und kreative junge Designer.

Wieso würdest du sagen, sind die meisten Designer Männer?

Ich denke, dass Männer besser als Frauen einschätzen können, was einer Frau gut steht und schmeichelt. Das selbe trifft für Makeup Artists und Hairstylisten zu, die meistens auch Männer sind. Frauen machen sich hübsch und orientieren sich oft nicht daran, was ihnen wirklich passen würde. Sie orientieren sich eher an Standards der Gesellschaft oder des Durchschnittsmannes.

Erzähl mir etwas über die kommende Kollektion!

Auch die kommende Kollektion ist eine Fortsetzung, nämlich die der ersten Kollektion und der zweiten Kollektion und beschäftigt sich auch mit der Natur. Es geht um ein besonders wichtiges Thema : Umweltverschmutzung. Wir müssen einen ernsten Schritt wagen und gegen Umweltverschmutzung vorgehen, um unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder zu wahren.

Die Teile, dieser Kollektion werden alltagstauglicher sein. Es werden aber auch auffälligere Designs dabei sein.

Das Interview wurde geführt von Ghaithaa Al Shaar, syrische Autorin, in Berlin lebend.

DIE REDAKTION EMPFIEHLT:

Wie sich die Küchen doch ähneln

Syrer in der deutschen Kulturszene

عن محرر الموقع

محرر الموقع
x

‎قد يُعجبك أيضاً

Mein Freund, dem ich die Familienzusammenführung nicht wünsche

Abdullah Al-Qasir, syrischer Autor, der in Deutschland lebt Mein Freund, dem ich die Familienzusammenführung nicht wünsche Der langersehnte Brief des Gerichts enthielt, als er endlich ankam, nicht mehr als eine Ablehnung. Mein Freund Louai Zariq aus Syrien hatte gegen den Status des subsidiären Schutzes Klage ...