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أرشيف الوسم : Syrien

Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt

Das sind glückliche Zeiten! Täglich verlasse ich das Haus in Begleitung meiner neuen Freundin. Ich sage nicht „meiner Besitzerin“, denn unsere Beziehung geht über das „Besitzen“ oder das „jemandem Gehören“ hinaus. Aber ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Ich bin das Fahrrad von Reem. Vielleicht hat sie mich zu ihrer Freundin gemacht, weil sie in einem norddeutschen Städtchen ohne regelmäßige Bus- und Bahnverbindung lebt. Gemeinsam können wir in einer Stunde jedes Eckchen von Lübtheen erreichen!

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Abdulrahman Abbasi: Ich nehme Rassismus persönlich

Von Ramy Al-Asheq. Abdulrahman Abbasi, 22 Jahre alt, studiert Zahnmedizin an der Universität Göttingen. Mit seinem Freund Allaa Faham gründete er die Facebook-Page "German Life Style", auf der die beiden selbst produzierte Videoclips in deutscher und arabischer Sprache veröffentlichen. Ihr Anliegen ist es, Rassismus zu bekämpfen und Neuankömmlingen das Einleben in Deutschland erleichtern.

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Isabel Eichenlaub: In der Sprache der Musik gibt es keine Missverständnisse

Isabel Eichenlaub

Von Abd Alrahman Alqalaq. Isabel Eichenlaub ist nicht nur eine Musikerin, die außergewöhnliche Ausdrucksformen findet, sondern auch eine Cellistin, durch deren Spiel man die tiefe Bedeutung der Musik erleben kann. Besonders deutlich zeigt sich das, wenn sie in Schifferstadt den luxuriösen Orchestersaal verlässt, um Konzerte mit Geflüchteten und für Geflüchtete zu machen.

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Arabische Filme bei der Berlinale ausgezeichnet

Von Lilian Pithan. Drei wichtige Preise der 67. Berlinale gehen an Filme aus der arabischen Welt. „Ghost Hunting“ von Raed Andoni erhält den erstmals verliehenen Glasshütte Original Dokumentarfilmpreis. Der Audi Short Film Award geht an Karam Ghossein für „Street of Death“ und „Insyriated“ von Philippe Van Leeuw wird mit dem Panorama Publikums-Preis ausgezeichnet.

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In den Tiegel geschaut

Von Farah Youssef. Für jede junge Frau kommt irgendwann die Zeit, in der sie ihr kosmetisches Können unter Beweis stellen muss. Dann wird sie den Nutzen all der Video-Tutorials erkennen, die sie angesehen, aber nicht in die Tat umgesetzt hat. Aus welchem Anlass aber wird eine junge Frau wie ich dicke Schichten von Make-Up tragen, um einen „natürlichen Look“ vorzugaukeln? Habe ich dir nicht gesagt, dass ich fünf Kriegsjahre mit all ihrem Schrecken durchlebt und mein Make-Up zweimal in Trauer entfernt habe? Gut, dann werde ich es dir jetzt sagen: Ich bin Farah, habe fünf Kriegsjahre mit all ihrem Schrecken durchlebt und mein Make-Up zweimal in Trauer entfernt. Und jetzt lass uns wieder zum Thema kommen.

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Berlinale: Ansichten aus der Fremde

© Roger Arpajou

Von Lilian Pithan. Chinesische Wiedergänger, französische Jazzmusik, Lebenswelten am Polarkreis und zum ersten Mal ein Film aus Bhutan: Die Internationalen Filmfestspiele Berlin (09. bis 19. Februar) schaffen es auch in diesem Jahr wieder, ein geografisch und künstlerisch unglaublich vielfältiges Programm zu präsentieren. Den Publikumsrekord wird die Berlinale 2017 sicherlich auch wieder brechen. Die Koordinaten bleiben also gleich, wenn sich Berlin aber nächster Woche wieder im Glanz der internationalen Filmwelt sonnt.

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Mit Bureaucrazy durch den Paragrafendschungel

Von Hussein Ahmad. Die Hürden der deutschen Bürokratie sind hoch und auch von Einheimischen nicht immer so leicht zu nehmen. Was sollen da nur Geflüchtete machen? Ganz einfach: Sie entwickeln eine App, die ihnen die bürokratischen Prozeduren in Deutschland erklärt. Munzer Khattab, 23 Jahre, ist einer der Erfinder von „Bureaucrazy“. Momentan arbeiten er und sein Team, zu dem auch Ghaith Zamrik, Ahmad Alarashi, Mohamed Khattab und Yazan Salmo gehören, noch an der App. Schon bald soll sie zum kostenlosen Download bereitstehen.

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Die Stimme der Exilliteratur

Von Lilian Pithan. Sind Texte „aus Deutschland“ immer auf Deutsch und von Deutschen geschrieben? Natürlich nicht, möchte man dem Fragesteller lakonisch entgegnen und ihn gleichzeitig für die Einfachheit seiner literarischen Weltanschauung rügen. Doch so simpel, wie die Frage auf den ersten Blick erscheint, ist sie nicht. Auch wenn ein Text „aus Deutschland“ von einer Nigerianerin, einem Jemeniten oder einer Indonesierin auf Englisch, Arabisch oder Bahasa Indonesia verfasst sein könnte, entspricht das doch im globalisierten 21. Jh. immer noch nicht der Erwartung der meisten Leser.

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Mit der Laute im Gepäck

Von Fady Jomar. Der Musiker und Arzt Wassim Mukdad wurde im Jahr 1985 in Leipzig geboren. An die vier Jahre, die er dort verlebte, kann er sich nicht erinnern. Nach der Wiedervereinigung ging seine Familie nach Syrien zurück, wo er begann, Oud zu spielen (eine Kurzhalslaute, die vor allem in den arabischen Ländern, in der Türkei und im Iran verbreitetet ist; AdR), und später Medizin studierte. Heute ist Mukdad als Flüchtling in sein Geburtsland zurückgekehrt, um einem Krieg zu entkommen, der ihm alle Türen vor der Nase zugeschlagen hat. Bis zur Abriegelung von Al Yarmouk, einem Flüchtlingslager für Palästinenser in Damaskus, arbeitete er dort ehrenamtlich als Arzt. Anschließend wurde er vom Regime von Baschar Al Assad und von der Al Nusra Front inhaftiert. Seine Energie als Musiker, Arzt und junger Mann, der von einem freien Heimatland träumte, war zu diesem Zeitpunkt bereits verbraucht. Gemeinsam mit seiner Frau, der Perkussionistin Berivan Ahmad, floh Mukdad in die Türkei, wo er zwei Jahre verbrachte. Als Oud-Spieler war er Teil verschiedener Gruppen und komponierte Musikstücke für seine türkisch-syrische Band Saba Barada. Nach einer harten Reise, die fast zwei Monate dauerte, kam Mukdad schließlich in Deutschland an. Nun lebt er in Berlin und wartet auf eine Aufenthaltserlaubnis, um sein Leben und sein Studium fortzuführen. Abwab hat mit Wassim Mukdad über seine Erfahrungen und Träume, über die Hindernisse auf dem Weg in ein neues Leben und über seine Hoffnungen gesprochen.

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Eine Buchmesse ohne syrische Literatur

Von Ramy Al-Asheq. Im Oktober hatte ich das Privileg, an der Frankfurter Buchmesse teilzunehmen, der größten der Welt. Ich war zusammen mit 18 Autoren und Schriftstellern eingeladen worden, die alle an einer Anthologie in deutscher Sprache mit dem Titel "Weg sein, hier sein" (Secession Verlag) beteiligt waren. Siebzehn von uns kamen aus Syrien, dazu eine iranische Lyrikerin und ein jemenitischer Lyriker.

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