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أرشيف الوسم : Roman

EXILLITERATUR: Lieben vor und nach der Haft

Von Lilian Pithan. Als Dschawad nach 15 Jahren aus den Kerkern des syrischen Geheimdienstes entlassen wird, ist nichts so, wie es sich seine Geliebte Anat vorgestellt hatte. Ein halbes Leben hat sie auf diesen Mann gewartet, der wegen seiner Mitgliedschaft in einer kommunistischen Vereinigung verhaftet worden war. Jahrelang hat sie nur in Briefen mit ihm kommuniziert, die sie in lila Kerzen versteckt, in gefüllte Zucchini gestopft oder in das Futter eines alten Wintermantels eingenäht hat. Während Dschawad in den Händen seiner Folterknechte Höllenqualen erleiden muss, kümmert Anat sich um ihre an Krebs erkrankte Mutter Dschamila und erträgt die weinerlichen Gefühlsausbrüche ihres dichtenden Vaters Hassan.

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EXILLITERATUR: Nemat Khaled

Von Lilian Pithan. Nadia liebt Djalal, aber irgendwie will das mit den beiden nicht so richtig klappen. Beide leben im Jarmuk-Camp in Damaskus, das über die Jahre hinweg von einem palästinensischen Flüchtlingslager zu einem normalen Stadtviertel geworden ist. Während ihre Liebe tiefer wird, machen sie Karriere als Journalisten und verwickeln ihre Freunde in politische Diskussionen. Doch Djalal betrügt Nadia mit der gemeinsamen Bekannten Mariam und entschließt sich endlich, Damaskus ganz zu verlassen. Wäre da nicht Hassna, die längst verstorbene Großtante Nadias, hielte diese sicher nicht so lange an ihrer unerfüllten Liebe fest. Hassna spukt durch den gesamten Roman, aber nicht als konventioneller Geist, sondern als Erinnerung oder Geschichte, die Nadia keine Ruhe lässt.

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EXILLITERATUR: Abbas Maroufi

Von Lilian Pithan. Mit was hat es nur alles angefangen? Diese Frage, auf die es eine, keine oder auch hunderte Antworten gibt, treibt Madjid Amani seit Jahren um. Vom Fenster seines Zimmers in einer Aachener Nervenheilanstalt aus beobachtet er in Abbas Maroufis Roman Fereydun hatte drei Söhne die anderen Insassen, schmirgelt in der Werkstatt an einem hölzernen Kerzenständer herum, verreibt Spucke auf seinem Schuh und empfängt seine wenigen verbliebenen Freunde, mit denen er hitzige politische Debatten führt. Madjid, seit vier Jahren in diesem „historischen Winkel“ gefangen, ist nicht irgendwer: In den 1970er-Jahren unterstützt er die iranische Revolution, ist überzeugter Kommunist und für seine flammenden Reden bekannt.

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Ein Nazi in Damaskus

In seinem neuen Roman "Auge des Orients", der im November 2016 in Beirut/Amman im Verlag des Arabischen Instituts für Studien und Publikationen erschienen ist, erzählt der syrische Autor Ibrahim Al-Jabin eine historische Kriminal- und Agentengeschichte zwischen Deutschland und Damaskus.

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