More stories

  • in ,

    Ist Deutschland ein multikulturelles Land

    Thomas Heyne* Vermutlich sind wir uns alle einig darin, dass Deutschland ein Land vieler Kulturen ist. Wenn man durch die Straßen der Groß-, aber auch der Kleinstädte geht, trifft man dort auf Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und vielfältigen Lebensweisen. Die Mainstreamkultur ist geprägt von Einflüssen aus verschiedensten Teilen der Welt, offensichtlich wird das zum Beispiel […] More

  • in

    Eine neue Gesellschaft für die deutsch-syrische Forschung

    Von Hani Harb. Im November 2016 gründeten 15 syrische Forscher und Wissenschaftler in Frankfurt am Main die Deutsch-Syrische Forschungsgesellschaft (DSFG). Sie ist das Ergebnis einer mehrmonatigen Zusammenarbeit zahlreicher Akademikern, zu denen Naturwissenschaftler, Mediziner, Ingenieure und Geisteswissenschaftler zählen. More

  • in

    Neue Rechte, alte Zwänge

    Von Alia Ahmed. „Hier in Deutschland sind Frauenrechte Realität und nicht wie bei uns bloß hohle Phrasen.“ Das sagt sie, ganz selbstbewusst, nachdem sie erfahren hat, dass ich im Bereich der Frauen- und Kinderrechte arbeite. Wir sitzen im Zug, eine Gruppe syrischer Frauen, die sich zufällig gebildet hat. Ich stimme der jungen Frau zu und die Sozialwissenschaftlerin in mir ist sofort interessiert. „Welche neuen Rechte hast du als Frau dazugewonnen und wie wird dein Leben dadurch positiv beeinflusst?“ Ihre Antwort schockiert mich: „Gar keine, im Gegenteil. In Syrien habe ich in einem Friseursalon gearbeitet, gemeinsam mit Männern. Hier in Deutschland erlaubt mir mein Mann nicht, mit Männern zu arbeiten, die eine andere Religion und andere Traditionen haben.” More

  • in

    Auf dem Teller der Gesellschaft

    In einer Studie für die Ryerson University in Toronto kommen Mustafa Koc und Jennifer Welsh zu dem Schluss, dass Essen mehr sei als bloße Nahrungsaufnahme. Es sei ein Grundelement unserer Kultur und eine wichtige Stütze unseres Identitätsgefühls, das sich entsprechend sozialer Gegebenheiten und unter dem Einfluss neuer Lebenserfahrungen herausbilde und ständig neue Formen annehme. More

  • in

    Antwort auf Isabel Schayani: Die Integration ist ein Bedürfnis und kein Angebot

    Von Ramy Al-Asheq. Ich möchte mich zunächst bei Isabel Schayani für ihre Gegenrede bedanken, weil sie einen Raum für Dialog eröffnet. Wie wir alle wissen, liegt die Wahrheit in der Mitte. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich Frau Schayani respektiere und Freundschaft für sie empfinde. Trotz unserer Meinungsverschiedenheiten haben wir keine persönlichen Differenzen. Jedoch ist mir klar, dass es viele Punkte in meinem Artikel gibt, die falsch interpretiert wurden. Deshalb werde ich die problematischen Punkte noch einmal erklären. Weiterhin werde ich versuchen, Frau Schayani auf die Fehler in ihrer Gegenrede aufmerksam zu machen. Doch zuerst möchte ich mich entschuldigen, dass meine Antwort zu spät kam. Dies liegt daran, dass Frau Schayani ihre Gegenrede auf Deutsch geschrieben und sie zusammen mit meinem aus dem Arabischen übersetzten Artikel veröffentlicht hat. So habe ich ihre Gegenrede erst kürzlich lesen können. More

  • in

    Haben Sie sich integriert?

    Sie müssen sich integrieren! So habe ich es in den Medien, von Einwohnern dieses Landes, von Freunden und Fremden gehört. Ich habe mir Gedanken gemacht, den Kopf zermartert: Wie soll ich mich bloß integrieren? Mit wem muss ich mich integrieren? Was bedeutet eigentlich dieses Wort „Integration“, das ich immer wieder zu hören bekomme, ohne wirklich zu wissen, was es bedeutet! Ich beschloss also, mich zu integrieren. Aber erstmal musste ich unbedingt noch die Fragen, die mich beschäftigten, beantwortet haben. Ich begab mich auf die Suche nach der Bedeutung des Begriffs „Integration“ und fand heraus, dass Integration in der Soziologie einer von vier Begriffen ist, welche die mögliche Art und Weise der Interaktion des Menschen mit der für ihn neuen Gesellschaft beschreiben. More

  • in

    Gib mir einen Flüchtling!

    Von Ramy Al-Asheq. Im Gegensatz zur von den Rechten als Gefahr für die Wirtschaft und das Gemeinwesen in Deutschland dargestellten Flüchtlingswelle, bei der das Land ihrer Meinung nach seine Tore für unzählige Arbeitslose öffnet, die nur auf Kosten des Steuerzahlers hier leben, entstanden auch viele neue Jobs für Deutsche und taten sich auf dem Arbeitsmarkt bisher unbekannte Arbeitsbereiche auf. Mit der Auflage von Projekten mit Flüchtlingsbezug, speziell auf dem Gebiet der “Bildung und Integrationshilfe“, startete so manche Organisation einen neuen Lebenszyklus. Wahrscheinlich wird niemand genau sagen können, wieviel Geld die entsprechenden Einrichtungen aus den unterschiedlichsten Finanzierungsquellen für ihre Vorhaben eingeworben haben. Wie auch unbekannt sein dürfte, wie viele Spender ihre Steuerlast durch die Beteiligung an „wohltätigen“ Projekten zur Unterstützung der leidenden „bedauernswerten Armen“ verringert haben. Wir kennen die Zahl der Jobs nicht, die in letzter Zeit im Sektor „Flüchtlinge“ entstanden sind. Wie dieser Markt vor uns aussah und nach uns aussehen wird, können wir auch nicht wissen. Was wir aber wissen ist, dass dies alles in unserem Namen geschieht, im Namen der „angsteinflößenden Wilden“ in den Augen der Legionen von Rechten, der „bedauernswerten Armen“ für die Kolonnen von Sympathisanten und des „Neuen Marktes“ für die zahlreichen „gemeinnützigen“ Vereine. More

  • in

    Diese Integration ist eine große Lüge!

    Von Ramy Al-Asheq. Das Thema Integration wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Der Umgang mit dieser aktuellen Frage stützt sich jedoch meistens auf ein falsches Verständnis von Integration. Die Regierung hat ihre Auffassung von Integration, NGOs haben eine eigene Auffassung und die Flüchtlinge ebenfalls. Auf Seiten der Regierung herrscht bei diesem Thema so ein Durcheinander, dass die zuweilen von außen aufgezwungene „Eingliederung“ kläglich scheiterte. Und zwischen diesen beiden Begriffen – einer freiwilligen Integration und einer erzwungenen Eingliederung – besteht ein riesiger Unterschied. So konzentriert sich etwa die Politik der Regierung auf 600 Stunden Sprachkurs und 60 Stunden Orientierungskurs, als ob ein Abriss der Sprache und ein flüchtiger Blick auf die Kultur einen Menschen integriert. More

  • in

    Belästigung: Andere Kultur oder nicht strafbares Vergehen?

    Eines fernen Tages wird ein Vater seinem im rauen Exil geborenen, pubertierenden Sohn folgende wichtige Lehre mit auf den Weg geben: „Mein Sohn, mach keine Bemerkungen über deutsche Frauen. Bleiben wir lieber bei den Araberinnen. Die verstehen wir und sie verstehen uns.“ Jener Vater, der in Angst davor gelebt hat, was ihm wohl passieren könnte, wenn er westliche Frauen belästigt. Er wird es diesen Frauen niemals nachsehen, dass sie sich weder auf ihn selbst noch auf seinen Trieb eingelassen haben, der fundamental wurde, nachdem er allein in der Fremde in einem Flüchtlingslager gestrandet war oder so etwas wie Lebenskontinuität zurückerlangt hatte. Erste Reaktion der meisten jungen Männer: Ich bin es nicht, wir sind es nicht. Warum sollen wir uns immer alle verteidigen und rechtfertigen? Als ob wir in einem Schilfboot vom Himmel herab in dieses Land eingeschwebt wären und niemals Fehler gemacht hätten, machen oder je machen würden. Aber „die“ mit ihren Nachforschungen in unserem Unterbewusstsein, in dem, womit wir aufgewachsen sind, und in der Kultur einer Gesellschaft, in der man die Frau lediglich als Objekt der sexuellen Lust und einer flüchtigen oder dauerhaften Laune zur Befriedigung der anderen Bedürfnisse (Kinderkriegen, Kinder beaufsichtigen, Saubermachen, Kochen, Befehlsempfang …) sieht! More