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أرشيف الوسم : Deutschland

Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt

Das sind glückliche Zeiten! Täglich verlasse ich das Haus in Begleitung meiner neuen Freundin. Ich sage nicht „meiner Besitzerin“, denn unsere Beziehung geht über das „Besitzen“ oder das „jemandem Gehören“ hinaus. Aber ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Ich bin das Fahrrad von Reem. Vielleicht hat sie mich zu ihrer Freundin gemacht, weil sie in einem norddeutschen Städtchen ohne regelmäßige Bus- und Bahnverbindung lebt. Gemeinsam können wir in einer Stunde jedes Eckchen von Lübtheen erreichen!

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Abdulrahman Abbasi: Ich nehme Rassismus persönlich

Von Ramy Al-Asheq. Abdulrahman Abbasi, 22 Jahre alt, studiert Zahnmedizin an der Universität Göttingen. Mit seinem Freund Allaa Faham gründete er die Facebook-Page "German Life Style", auf der die beiden selbst produzierte Videoclips in deutscher und arabischer Sprache veröffentlichen. Ihr Anliegen ist es, Rassismus zu bekämpfen und Neuankömmlingen das Einleben in Deutschland erleichtern.

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Hussein Ghrer: Wir brauchen einen Aufstand aller anständigen Menschen

Am 28. Dezember 2016 veröffentlichte Julian Reichelt, der damalige Chefredakteur von Bild.de und jetzige Vorsitzende der BILD-Chefredaktion, einen Kommentar mit dem Titel "Wir brauchen einen Aufstand der anständigen Flüchtlinge". Hussein Ghrer, ein syrischer Blogger, antwortete darauf mit einem Leserbrief, der von der BILD-Zeitung nicht gedruckt wurde. Wir veröffentlichen in hier auf Arabisch und Deutsch.

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Isabel Eichenlaub: In der Sprache der Musik gibt es keine Missverständnisse

Isabel Eichenlaub

Von Abd Alrahman Alqalaq. Isabel Eichenlaub ist nicht nur eine Musikerin, die außergewöhnliche Ausdrucksformen findet, sondern auch eine Cellistin, durch deren Spiel man die tiefe Bedeutung der Musik erleben kann. Besonders deutlich zeigt sich das, wenn sie in Schifferstadt den luxuriösen Orchestersaal verlässt, um Konzerte mit Geflüchteten und für Geflüchtete zu machen.

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Berlinale: Ansichten aus der Fremde

© Roger Arpajou

Von Lilian Pithan. Chinesische Wiedergänger, französische Jazzmusik, Lebenswelten am Polarkreis und zum ersten Mal ein Film aus Bhutan: Die Internationalen Filmfestspiele Berlin (09. bis 19. Februar) schaffen es auch in diesem Jahr wieder, ein geografisch und künstlerisch unglaublich vielfältiges Programm zu präsentieren. Den Publikumsrekord wird die Berlinale 2017 sicherlich auch wieder brechen. Die Koordinaten bleiben also gleich, wenn sich Berlin aber nächster Woche wieder im Glanz der internationalen Filmwelt sonnt.

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Mit Bureaucrazy durch den Paragrafendschungel

Von Hussein Ahmad. Die Hürden der deutschen Bürokratie sind hoch und auch von Einheimischen nicht immer so leicht zu nehmen. Was sollen da nur Geflüchtete machen? Ganz einfach: Sie entwickeln eine App, die ihnen die bürokratischen Prozeduren in Deutschland erklärt. Munzer Khattab, 23 Jahre, ist einer der Erfinder von „Bureaucrazy“. Momentan arbeiten er und sein Team, zu dem auch Ghaith Zamrik, Ahmad Alarashi, Mohamed Khattab und Yazan Salmo gehören, noch an der App. Schon bald soll sie zum kostenlosen Download bereitstehen.

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Weihnachten hinterm Fenster

Laut internationalem Kalender handelt es sich bei Weihnachten um den offiziellen Termin für Freude, Schmuck und schöne Sachen, Shopping und Schenken, Fotos vor einer unter bunten Kugeln kaum sichtbaren grünen Tanne und vieler, vieler Wünsche. Wir aber sind nicht Teil des internationalen Kalenders. Du bist Syrer und Flüchtling. Der Kalender deines Exils gilt für dich nicht so wie dessen Gesetze. Dich regeln stets die Zeiger des Leids. Am Morgen ziehst du dich an: schwarzer Pullover, schwarze Jeans, schwarze Schuhe, schwarze Jacke und weißer Schal, um deine Trauer zu zerbrechen, weil sie das allgemeine Bild nicht stören soll. Du setzt also ein Lächeln auf und wünschst allen, denen du begegnest, viel Glück und ein Frohes Fest und dankst herzlich, dass sie für deine Lage Mitgefühl zeigen.

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Die Stimme der Exilliteratur

Von Lilian Pithan. Sind Texte „aus Deutschland“ immer auf Deutsch und von Deutschen geschrieben? Natürlich nicht, möchte man dem Fragesteller lakonisch entgegnen und ihn gleichzeitig für die Einfachheit seiner literarischen Weltanschauung rügen. Doch so simpel, wie die Frage auf den ersten Blick erscheint, ist sie nicht. Auch wenn ein Text „aus Deutschland“ von einer Nigerianerin, einem Jemeniten oder einer Indonesierin auf Englisch, Arabisch oder Bahasa Indonesia verfasst sein könnte, entspricht das doch im globalisierten 21. Jh. immer noch nicht der Erwartung der meisten Leser.

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Mit der Laute im Gepäck

Von Fady Jomar. Der Musiker und Arzt Wassim Mukdad wurde im Jahr 1985 in Leipzig geboren. An die vier Jahre, die er dort verlebte, kann er sich nicht erinnern. Nach der Wiedervereinigung ging seine Familie nach Syrien zurück, wo er begann, Oud zu spielen (eine Kurzhalslaute, die vor allem in den arabischen Ländern, in der Türkei und im Iran verbreitetet ist; AdR), und später Medizin studierte. Heute ist Mukdad als Flüchtling in sein Geburtsland zurückgekehrt, um einem Krieg zu entkommen, der ihm alle Türen vor der Nase zugeschlagen hat. Bis zur Abriegelung von Al Yarmouk, einem Flüchtlingslager für Palästinenser in Damaskus, arbeitete er dort ehrenamtlich als Arzt. Anschließend wurde er vom Regime von Baschar Al Assad und von der Al Nusra Front inhaftiert. Seine Energie als Musiker, Arzt und junger Mann, der von einem freien Heimatland träumte, war zu diesem Zeitpunkt bereits verbraucht. Gemeinsam mit seiner Frau, der Perkussionistin Berivan Ahmad, floh Mukdad in die Türkei, wo er zwei Jahre verbrachte. Als Oud-Spieler war er Teil verschiedener Gruppen und komponierte Musikstücke für seine türkisch-syrische Band Saba Barada. Nach einer harten Reise, die fast zwei Monate dauerte, kam Mukdad schließlich in Deutschland an. Nun lebt er in Berlin und wartet auf eine Aufenthaltserlaubnis, um sein Leben und sein Studium fortzuführen. Abwab hat mit Wassim Mukdad über seine Erfahrungen und Träume, über die Hindernisse auf dem Weg in ein neues Leben und über seine Hoffnungen gesprochen.

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Flucht ins Leben

Vier schlimme Jahre reichten mir, um vor einer Realität zu kapitulieren, die ich nicht mehr ertragen konnte. Beirut, die Schöne, die ich so liebte, verschlang alles, was ich an Entschlossenheit und Zielstrebigkeit in mir trug. Nachdem in weiter Ferne ein Licht aufgegangen war, beschloss ich fortzugehen, um etwas zu finden, für das zu leben es sich lohnt. Das Meer schreckte mich nicht mehr, Mutter. Manchmal ist der Tod eine Wohltat, die wir nur erkennen, wenn es uns richtig schlecht geht. Du weißt ja, dass mein Glück hell wie der Mond, aber weiter weg als der Stern Canopus* ist. Ich zerbreche nicht mehr an der Fremde, Vater, denn der Gebrochene kann nicht noch einmal gebrochen werden. Nichts von dem, was ich mir in meiner Kindheit mit dir erträumte, kann ich mehr verwirklichen. Ich bin der ferne Verwandte, der an den Zäunen zerbrach und den die Hoffnungslosigkeit so sehr ergriffen hat, dass er dir nie wieder in die Augen sehen kann.

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