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أرشيف الوسم : Syrien

Politik ist wie Kochen, nur leider nicht so sauber

Noch keine zwei Jahre ist Mallake Jazmati in Deutschland, doch schon hat sich die junge Syrerin in Berlin einen Namen gemacht. Sie leitet einen Catering-Service für Firmen, Kongresse und Veranstaltungen aller Art, für die sie Spezialitäten der syrischen Küche zubereitet. Dabei hätte alles ganz anders kommen können: Eigentlich hat Jazmati einen Abschluss im Fach Internationale Beziehungen. In jordanischen Exil arbeitete sie als humanitäre Helferin, bis sie im Fernsehkanal Orient News TV, der der syrischen Opposition zugerechnet wird, ihre zweite Karriere startete: Sie begann, die Koch-Show „Die Königin des Kochens“ zu präsentieren.

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Wie können sich arabische Frauen in der Fremde behaupten?

Von Alia Kiwan. Infolge der Flüchtlingsströme der letzten Jahre haben zahllose arabische Frauen ihre in der Heimat erlernten Jobs verloren oder sie zwangsweise aufgeben müssen. Sie finden sich in Deutschland, in der Fremde wieder, wo sie plötzlich wie kleine Kinder sind, die das Gehen und Sprechen erst noch erlernen müssen. Nehmen wir z. B. den Fall einer Lehrerin: In ihrer Heimat war sie eine anerkannte und geachtete Gymnasiallehrerin, die es gewohnt war, früh am Morgen aufzustehen, um mit ihren Kindern das Haus zu verlassen und in die Schule zu gehen. Dort wurde sie von ihren Schülerinnen mit einem freundlichen „Guten Morgen“ begrüßt, bevor sie mit ihrer Arabischstunde begann.

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EXILLITERATUR: Von der Unschuld des Massengrabs

Sprechende Massengräber, abservierte Superhelden und himmelblaue, durchlöcherte Unterhemden: Der neue Band des Lyrikers Hamed Abboud, der unter dem Titel Der Tod backt einen Geburtstagskuchen in der Schweizer edition pudelundpinscher erschienen ist, wimmelt nur so von schrägen Bildern. Abboud, 1987 im syrischen Deir ez-Zor geboren, lebt mittlerweile in Österreich. Von seinen ersten Wochen im Burgenland erzählt er in dem Text „Was wurde aus den Zugvögeln?“, der Szenen aus dem örtlichen Kiosk mit Reflexionen über geografische Entfernungen und Längenverhältnisse vermischt. Das Dorf, das zur neuen Heimat geworden ist, liegt nicht etwa am Ende der Welt, sondern „noch drei Meilen weiter“.

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Make it German hilft arabischen Studenten

Vor etwa einem Jahr haben Anas Al-Hakim, Obay Hadid, Hamza Theebaan und Bashar Jumaa beschlossen, arabischen und insbesondere syrischen Studenten über einen eingetragenen Verein eine kostenlose Studienberatung anzubieten. Der Gedanke an sich ist nicht neu. Ähnliche Berater-Services existieren bereits vielfach auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken, jedoch in einem anderen Format: entweder als gewinnorientiertes Unternehmen oder als nicht angemeldete, häufig auf die Abzocke von Studenten zielende Aktion.

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Ramy Al-Asheq als Internationaler Unternehmer des Jahres ausgezeichnet

MoneyGram Awards 2017

Der Finanzdienstleister MoneyGram zeichnet schon seit vielen Jahren Zuwanderer in Italien aus, die sich als Unternehmer besonders hervorgetan haben. Auch in diesem Jahr wurden 15 Personen in fünf Kategorien für den MoneyGram Award nominiert. Alle von ihnen hatten in den letzten Jahren in ganz unterschiedlichen Bereichen gegründet, wie z.B. Onlineversandhandel, Restauration oder Baugewerbe gegründet.

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Warum das neue Integrationsgesetz die Deutschen benachteiligt

Kein Syrer hätte je gedacht, dass er eines Tages Einfluss auf politische Prozesse oder Wahlen in seinem Land haben könnte. Daher können Sie sich sicher vorstellen, welche Überraschung er empfindet, wenn seine Ankunft, seine Existenz und der geheimnisvolle Begriff „Integration“ Einfluss auf die deutsche Politik haben! Es scheint, dass Flüchtlinge und insbesondere syrische Flüchtlinge in Zusammenhang mit deutschen Wahlergebnissen stehen. Immer, wenn die Demoskopen der deutschen Bundesregierung schwindenden Rückhalt in der Bevölkerung bescheinigen, wird die Lage der Flüchtlinge automatisch beeinträchtigt.

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Eine Bühne für syrische Autoren

Köln ist bekannt für seine kulturelle Vielfalt. Kein Wunder also, dass es hier mittlerweile auch ein Festival für syrische Literatur gibt. Im Rahmen von „Literatur aus Syrien – Begegnungen in einer neuen Gesellschaft“ wurden Anfang April syrische und deutsche Autoren in die Alte Feuerwache eingeladen. Organisiert wurde die Veranstaltung von dem Archäologen und Aktivisten Jabbar Abdullah, finanziert wurde sie unter anderem von der Stadt Köln. Larissa Bender führte durch das Programm und Firas Lutfi sorgte für die Simultanübersetzung.

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Kultureller Respekt! Anfragen an den Zehn-Punkte-Plan von Thomas de Maizière

Von Cornelia Seng. Unter dem Titel „Leitkultur für Deutschland - was ist das eigentlich?“ hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière einen 10-Punkte-Plan in der BILD am SONNTAG vom 30.4.2017 vorgelegt. Er wolle damit zur Diskussion einladen, schreibt er. Das ermutigt mich zu offenen Anfragen. Im Oktober 2014 wurde die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ gegründet als „Initiative von Christen für Flüchtlinge“. Mitglieder der beiden großen Kirchengemeinden sowie aller örtlichen Freikirchen unterstützen das Anliegen. Auch Vertreter aller im Stadtrat vertretenen Parteien außer der AfD arbeiten zum Teil sehr engagiert mit.

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Die letzten Dinge im Exil

Von Maya Darwish. Weit entfernt der eigenen Heimat zu sterben, macht vielen Flüchtlingen in Deutschland so sehr Angst, dass sie nachts wachliegen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die wegen der Kriege in ihren Heimatländern auf absehbare Zeit nicht zurückkehren können. Wenn ein Angehöriger im Exil verstorben ist und sie sich um die Bestattung kümmern müssen, leiden viele Flüchtlinge unter der Langsamkeit des Bestattungsprozesses sowie unter den horrenden Kosten für eine Grabstatt. Nicht umsonst geht in Deutschland der Trend mittlerweile zu Feuerbestattungen, wie der Bundesverbands deutscher Bestatter e.V. unlängst feststellte.

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Syrer klagen gegen Assad-Regime

Im März haben sieben syrische Geflüchtete in Deutschland Strafanzeige gegen hochrangige Geheimdienstoffiziere erstattet, die sie für Folterungen während ihrer Gefangenschaft in Syrien verantwortlich machen. Auch wenn die Beschuldigten sich nicht in Deutschland aufhalten und die Kläger keine deutschen Staatsbürger sind, erlaubt deutsches Recht es den Opfern, einen juristischen Prozess anzustreben. Außer den sieben ehemaligen Häftlingen erstatteten noch weitere Personen Strafanzeige, darunter die beiden Rechtsanwälte Anwar Al-Buny und Mazen Darwish, die selbst längere Zeit in syrischen Gefängnissen verbrachten.

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