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أرشيف الوسم : Integration

Der Fluch des fremden Namens

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Von Reem Rashdan Wie kann ich es akzeptieren, nach all den Jahren plötzlich mit einem neuen Namen gerufen zu werden? Mit diesem Problem sind viele Geflüchtete konfrontiert, die neu nach Europa gelangt sind. Ist es nicht schwierig genug, eine fremde Sprache, fremde Orte, eine unbekannte Kultur und Gebräuche zu erleben, ohne dass man auch noch fremde Namen und Familiennamen verpasst bekommt? Als wir ankamen und zum ersten Mal unsere Namen in lateinischen Buchstaben schreiben sollten, schrieben wir sie, wie sie auf Englisch ausgesprochen werden, ohne dabei zu berücksichtigen, dass die Aussprache mancher Buchstaben sich im Englischen und Deutschen stark unterscheidet. Dadurch bekamen viele von uns neue Namen, mit denen wir nun leben müssen, solange wir hier sind. So haben wir nicht nur unsere Heimat und unsere Identität verloren, sondern auch unsere Namen. Wir sind hier Geflüchtete in einer seltsamen Realität, in der man sich nicht dafür interessiert, wie viel Mühe sich unsere Eltern gegeben hatten, diese Namen auszuwählen. Als ob die ewigen Flüche, die unsere Namen tragen, nicht genug sind. Man erwartet von Said, dem Glücklichen, dass er immer lächelt, und von Hanan, der Liebevollen, dass sie in ihrem Herzen genug Raum hat, um noch einen weiteren Verlust zu ertragen! Unsere Namen, die viel zu unserer Persönlichkeit beitragen, sind wie kleine Gefängnisse, an deren Grenzen wir gewöhnt sind. Aber die Fremde hat sie sich ähnlich werden lassen, weder stark noch schwach. Es bleibt nur eine große Verlorenheit und die Suche nach einem neuen Ich, das die Geschichte des neuen Namens erzählt. Aus meinem Sohn Hamza wurde in der Schule und bei seinen Freunden „Hamtza“. Mein Mitschüler im Sprachkurs, ein gestandener Mann, wurde von Djouwdat zu „Yodat“. Die angesehene Familie Nadjar wurde zu „Nayar“ und der schöne junge Mann mit dem passenden Namen Wassim, der Gutaussehende, wurde kurzerhand zu „Vassim“. Also, ...

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Gegenrede: Integration ist ein ehrliches Angebot

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Isabel Schayani widerspricht Ramy Al Asheq: “Diese Integration ist eine große Lüge”, lese ich im Titel, und der erlaubt es mir nicht, zu diesem Text zu schweigen. Denn diese Aussage ist meiner Meinung nach nicht nur falsch, sie ist vor allem kontraproduktiv. Vorweg muss ich sagen, dass ich die Gedanken und Texte von Ramy Al-Asheq schätze. Nicht nur, weil er, der Dichter, Schreiber, Poet und Macher, mal eben, kaum in Deutschland, aus dem Nichts eine arabische Zeitung gegründet hat (ABWAB) und vielen seiner Kollegen damit ein Forum und eine Stimme gegeben hat, sondern auch, weil ich seine Beobachtungen hier in Deutschland oft kritisch und geistreich und mithin anregend finde. Sprache ist der Schlüssel Ramy behauptet: 600 Stunden Sprachkurs und 60 Stunden Orientierung halte die Bundesregierung für Integration. Das sei eine von außen aufgezwungene “Eingliederung”. Aber was kann eine Regierung mit ihren Steuergeldern Besseres tun, als Menschen, die hier leben werden, das Werkzeug beizubringen, mit dem sich alle weiteren Türen in dieser Gesellschaft öffnen werden? Was macht unser großes Vorbild USA, das Land der Einwanderer? Es steckt alle, egal ob alphabetisiert oder nicht, in Sprachkurse. Wie soll man in einem Land leben, die Kinder zur Schule schicken, mit den Lehrern beim Elternsprechtag reden, wenn man seinem Gegenüber nicht das mitteilen kann, was man denkt und nicht versteht, was der andere sagt? Wie will man die Temperatur, das gesellschaftliche Klima begreifen, wie es bereichern, wenn man sich nicht äußern kann? Broschüren aus Hilflosigkeit Die vielen NGO´s, unsere Zivilgesellschaft, wollen Gutes tun! Sicherlich auch, um sich selber dabei als nützlich zu empfinden. Die hilflose und wohlmöglich zuweilen bevormundende Art, sich den Neuen mitzuteilen, ist die Broschüre. Drei mal gefaltet wartet sie artig in den Regalen im Wartebereich. Das ist nicht die menschlichste Form der Kommunikation. Aber es ist der konstruktive Versuch, das Zusammenleben ...

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Sorry, you are an overqualified refugee

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by Rita Bariche Reaching a final definition of the word “refugee”, to be easily found in dictionaries, easily classified, easily put in practice and dealt with, has been the focus on German sociologists over the past two years. What we witness of late is an ineffectual controversy concerning the classification of refugees as war refugees or economic migrants. Thousands of articles, news reports and surveys show astonishment at refugees taking out smartphone wrapped up in nylon from their wet pockets upon reaching the shores of one of the Greek islands to reassure their loved ones that they have reached the European Mainland safely. And one cannot help but ask, is the use of smartphones unsuitable to qualify as a refugee? Must a refugee be helpless, destitute, illiterate and poor to win the title? What about the university degrees, experience and qualifications that a large number of the newcomers hold? Should one be branded as an “economic migrant” if they aspire to a job that befits his or her scientific and practical qualifications? Disappointment and frustration seize many, especially those who have completed their academic achievements outside Europe and used to have prosperous careers in their home countries. Those people today suffer mainly of two contradictory factors: First, their woes are underestimated because their appearance does not match what is expected by stereotypes on refugees; Second, their skills in different fields are underestimated and their employment confined to unpopular, difficult and less paying fields like restaurants and nursing. A large part of refugees, especially those with university degrees, need to continue in language courses after level B1 in order to increase their chances to find the right job. However, this is rather arduous as the Federal Office for Migration and Refugees (BAMF) covers the integration course costs only up to that level. ...

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Gib mir einen Flüchtling

رامي العاشق

Eine kritische Sicht auf die Bildungsmentalität und Kultur der Hilfe   Von: Ramy Al-Asheq     Im Gegensatz zur von den Rechten als Gefahr für die Wirtschaft und das Gemeinwesen in Deutschland dargestellten Flüchtlingswelle, bei der das Land ihrer Meinung nach seine Tore für unzählige Arbeitslose öffnet, die nur auf Kosten des Steuerzahlers hier leben, entstanden auch viele neue Jobs für Deutsche und taten sich auf dem Arbeitsmarkt bisher unbekannte Arbeitsbereiche auf. Mit der Auflage von Projekten mit Flüchtlingsbezug, speziell auf dem Gebiet der “Bildung und Integrationshilfe“, startete so manche Organisation einen neuen Lebenszyklus. Wahrscheinlich wird niemand genau sagen können, wieviel Geld die entsprechenden Einrichtungen aus den unterschiedlichsten Finanzierungsquellen für ihre Vorhaben eingeworben haben. Wie auch unbekannt sein dürfte, wie viele Spender ihre Steuerlast durch die Beteiligung an „wohltätigen“ Projekten zur Unterstützung der leidenden „bedauernswerten Armen“ verringert haben. Wir kennen die Zahl der Jobs nicht, die in letzter Zeit im Sektor „Flüchtlinge“ entstanden sind. Wie dieser Markt vor uns aussah und nach uns aussehen wird, können wir auch nicht wissen. Was wir aber wissen ist, dass dies alles in unserem Namen geschieht, im Namen der „angsteinflößenden Wilden“ in den Augen der Legionen von Rechten, der „bedauernswerten Armen“ für die Kolonnen von Sympathisanten und des „Neuen Marktes“ für die zahlreichen „gemeinnützigen“ Vereine. Einigen wir uns erst einmal darauf, dass das Problem nicht die Projekte für Flüchtlinge sind, sondern die Kultur der „Hilfe“, die immer so abläuft, dass eine starke, potente Seite der anderen schwachen und bedürftigen Seite in einer Weise hilft, die es dem Empfänger der Hilfe unmöglich macht, selbst aktiv zu werden, damit er diese Art von Kultur nicht mehr benötigt. Besonders deutlich wird das in den Flüchtlingslagern Jordaniens, Libanons und der Türkei. Deren Insassen ist es untersagt, eine Arbeit aufzunehmen. Damit bleiben sie weiterhin von der Hilfe der internationalen ...

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Diese Integration ist eine große Lüge!

By: Dörthe Boxberg

Von Ramy Al-Asheq Das Thema Integration wird in Deutschland mittlerweile kontrovers diskutiert. Der Umgang mit dieser aktuellen Frage stützt sich jedoch meistens auf ein falsches Verständnis von Integration. Die Regierung hat ihre Auffassung von Integration, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben eine eigene Auffassung und die Flüchtlinge ebenfalls. Auf Seiten der Regierung herrscht bei diesem Thema so ein Durcheinander, dass die zuweilen von außen aufgezwungene „Eingliederung“ kläglich scheiterte. Und zwischen diesen beiden Begriffen – einer freiwilligen Integration und einer erzwungenen Eingliederung – besteht ein riesiger Unterschied. So konzentriert sich etwa die Politik der Regierung auf 600 Stunden Sprachkurs, und 60 Stunden Orientierungskurs (Kultur, Politik), als ob ein Abriss der Sprache und ein flüchtiger Blick auf die Kultur dich integriert! Die NGOs arbeiten ebenfalls mit einem speziellen Konzept von Integration. Ihr Unterricht der etwas anderen Art konzentriert sich darauf Selbstverständliches zu erklären und dem aus dem „Dschungel“ kommenden Flüchtling beizubringen wie man unter Menschen lebt! Einige von ihnen gaben zum Beispiel Publikationen heraus über die Benutzung von Toiletten. Andere verbreiteten Videos die etwa erklärten: „Wenn eine Frau hier in Deutschland krank wird, kann sie zum Arzt gehen“ – als ob die Frau in unserem Land zur Hebamme oder in den Friseursalon geht wenn sie krank ist! Gleichzeitig dachten viele Flüchtlinge Integration sei so, wie sie es sich vorgestellt haben und aus Vorurteilen und Stereotypen kennen. Und so begann Integration das „Koexistieren“ mit der anderen Gesellschaft zu bedeuten statt mit ihr zu „Leben“, oder führte zu einem Gefühl der Minderwertigkeit und der Radikalisierung gegen den Rest der Flüchtlinge. Je mehr ein Flüchtling nazistischer wurde und arrogant gegenüber den „rückständigen terroristischen“ Flüchtlingen, desto besser fühlte er sich integriert! Was ist also Integration? Ist es ein Prozess in eine Richtung, ein einseitiger Vorgang? Das heißt, muss der Flüchtling sich in die Gesellschaft einfügen und dabei all seine ...

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