الرئيسية » Deutsch (صفحة 3)

Deutsch

Die letzten Dinge im Exil

Von Maya Darwish. Weit entfernt der eigenen Heimat zu sterben, macht vielen Flüchtlingen in Deutschland so sehr Angst, dass sie nachts wachliegen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die wegen der Kriege in ihren Heimatländern auf absehbare Zeit nicht zurückkehren können. Wenn ein Angehöriger im Exil verstorben ist und sie sich um die Bestattung kümmern müssen, leiden viele Flüchtlinge unter der Langsamkeit des Bestattungsprozesses sowie unter den horrenden Kosten für eine Grabstatt. Nicht umsonst geht in Deutschland der Trend mittlerweile zu Feuerbestattungen, wie der Bundesverbands deutscher Bestatter e.V. unlängst feststellte.

أكمل القراءة »

Syrer klagen gegen Assad-Regime

Von Ramy Al-Asheq. Im März haben sieben syrische Geflüchtete in Deutschland Strafanzeige gegen hochrangige Geheimdienstoffiziere erstattet, die sie für Folterungen während ihrer Gefangenschaft in Syrien verantwortlich machen. Auch wenn die Beschuldigten sich nicht in Deutschland aufhalten und die Kläger keine deutschen Staatsbürger sind, erlaubt deutsches Recht es den Opfern, einen juristischen Prozess anzustreben. Außer den sieben ehemaligen Häftlingen erstatteten noch weitere Personen Strafanzeige, darunter die beiden Rechtsanwälte Anwar Al-Buny und Mazen Darwish, die selbst längere Zeit in syrischen Gefängnissen verbrachten.

أكمل القراءة »

Wir singen aus ganzer Seele gegen Tod, Krieg und Leid an

Von Dina Abol Hosn. „Mit unserem Gesang bieten wir Tod, Flucht und Leid die Stirn, denn wo immer syrische Frauen zusammenkommen, werden Hoffnung und Freude geboren.“ Mit diesen Worten beschreibt Raja Banout den Chor des von ihr gegründeten „Kulturforums Haneen“. Dessen Ursprung geht bereits auf das Jahr 2000 zurück, als Banout – damals noch in ihrer Heimat Syrien – verschiedene Frauengruppen gründete, um gemeinsam Yoga zu machen oder an kulturellen Events teilzunehmen.

أكمل القراءة »

EXILLITERATUR: Niroz Malek

Von Lilian Pithan. Wie schreibt man über den Krieg? Das Grauen des täglichen Mordens in Worte zu fassen, kann ohne Übertreibung als eine Königsdisziplin der Literatur bezeichnet werden. Man mag das militärhistorisch angehen, wie es beispielsweise Leo Tolstoi in "Krieg und Frieden" tut, oder wie Franz Werfel in "Die vierzig Tage des Musa Dagh" eine individualpsychologische Analyse vor dem Tableau eines Völkermords liefern. Oder man konzentriert sich, wie die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozie Adichie in "Half of a Yellow Sun", auf die Geschichten einiger weniger Zivilisten, die die Kriegshandlungen nicht überblicken und deren Leben sinnlos verwüstet wird.

أكمل القراءة »

Wie ein Phönix aus der Asche

Von Wafa Sabih. Syrische Frauen haben es noch nie gutgehabt. Im Laufe der Geschichte fegten immer wieder zerstörerische Kriege über ihr Land hinweg. Das erste, was diese Kriege zerstören, sind die Gefühle und Würde der Frauen. Sie werden kaltblütig ermordet, verletzt und missbraucht, verlieren geliebte Menschen, leiden unter Angst, entwickeln psychische Störungen, werden in die Verzweiflung getrieben. Wie kann man heute über die Lebenswirklichkeit syrischer Frauen diskutieren? Kann man überhaupt über economic empowerment sprechen, wenn gleichzeitig Frauen in Gebieten, die außerhalb der Kontrolle des Assad-Regimes liegen, der Tod durch Fassbomben droht?

أكمل القراءة »

Sündenböcke aus Marokko

Von Rochdi Elsaffi. In jüngster Zeit erlebten Europa und insbesondere Deutschland einen gewaltigen Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Diese Situation führte zum Kontrollverlust der zuständigen Behörden. In Deutschland war einerseits ein starker Anstieg des ehrenamtlichen Engagements zu beobachten. Gleichzeitig führte die Situation zum Erstarken von Rassismus und Xenophobie. All dies veranlasste die deutsche Regierung dazu, unbedachte politische Entscheidungen zu treffen, um die Krise zu entschärfen, die zornige Rechte zufriedenzustellen und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.

أكمل القراءة »

Ein Alphabet des Comicjournalismus

Von Fady Jomar. Comicjournalismus als Disziplin ist in Deutschland relativ unbekannt. Der Deutsche Comicverein will das mit einem neuen Projekt nun ändern: Unter dem Titel „Alphabet des Ankommens“ arbeiteten 24 Zeichner und Journalisten bei einem Workshop in Hamburg an Comicreportagen über Migration nach Deutschland. Unser Kulturredakteur Fady Jomar war dabei.

أكمل القراءة »

Auf meinem Balkon

Mein Haus in Damaskus hatte einen Balkon. Damals, als ich noch ein Haus hatte. Vom Balkon aus konnte man das Zanzalah-Feld sehen, an dessen Ende eine große Pappel wuchs. Dahinter war ein Hügel, auf dem eine Kaserne gebaut wurde. Hinter beiden ging der Mond auf und ich beobachtete jede Nacht, wie er ruhig über das Firmament wanderte. Von der Kaserne auf dem Hügel aus wurden jede Nacht Granaten abgefeuert. Sie trafen den Mond nicht, sondern stürzten auf den Balkon eines Hauses.

أكمل القراءة »